Nov 03 2011

a. Fridensvertrag



fonte originale:
www.austlii.edu.au/au/other/dfat/treaties/1948/2.html

Die folgende Abschrifft des Friedensvertrag mit Italien unterzeichnet in Paris am 10. Februar 1947, ist in reduzierter Form und betrifft nur die Artikel die sich auf das FREIE TERRITORIUM und den FREI HAFEN von TRIEST (FTT/FHT) beziehen. Die Auslegungssprache ist englisch, französisch und russisch

FRIEDENSVERTRAG MIT ITALIE

Die Union der Sozialistischen Sowjetrepubliken, das Vereinigte Königreich von Großbritannien und Nordirland, die Vereinigten Staaten von Amerika, China, Frankreich, Australien, Belgien, die Weißrussische Sozialistische Sowjetrepublik, Brasilien, Kanada, die Tschechoslowakei, Äthiopien, Griechenland, Indien, die Niederlande, Neuseeland, Polen, die Ukrainische Sozialistische Sowjetrepublik, die Südafrikanische Union und die Volks-Bundesrepublik von Jugoslawien, nachstehend bezeichnet als “die Alliierten und Assoziierten Mächte”, einerseits, und Italien andererseits, haben;

Heutzutage sind die Staaten nicht mehr 21 sondern 38 geworden, zumal die Union der Sozialistischen Sowjetrepubliken, die VolksBundesrepublik Jugoslawien und die Tschechoslowakei in mehrere Staaten geteilt sind.

In Anbetracht dessen, daß Italien unter dem Fascistischen Regime ein Partner des Dreierpaktes mit Deutschland und Japan wurde, einen Angriffskrieg unternahm und dadurch einen Kriegszustand mit allen Alliierten und Assoziierten Mächten und mit anderen Vereinten Nationen hervorrief und seinen Teil an der Verantwortung für den Krieg trägt; und
In Anbetracht dessen, daß infolge der Siege der Alliierten Streitkräfte und mit Hilfe der demokratischen Elemente des italienischen Volkes das Fascistische Regime in Italien am 25. Juli 1943 gestürzt wurde, und Italien nach seiner bedingungslosen Kapitulation am 3. und 29. September des gleichen Jahres Waffenstillstandsbedingungen unterzeichnet hat; und
In Anbetracht dessen, daß nach dem besagten Waffenstillstand italienische Streitkräfte sowohl der Regierung als auch der Widerstandsbewegung aktiv am Krieg gegen Deutschland teilnahmen und daß Italien am 13. Oktober 1943 Deutschland den Krieg erklärte und dadurch zum Mit-Kriegführenden (cobelligerent) gegenüber Deutschland wurde; und
In Anbetracht dessen, daß die Alliierten und Assoziierten Mächte und Italien den Wunsch haben, einen Friedensvertrag zu schließen, der gemäß den Grundsätzen der Gerechtigkeit die Fragen regeln wird, die infolge der vorstehend verzeichneten Ereignisse noch offenstehen, und der die Grundlage freundschaftlicher Beziehungen zwischen ihnen bilden wird und dadurch die Alliierten und Assoziierten Mächte in den Stand setzt, Italiens Antrag auf Mitgliedschaft bei den Vereinten Nationen sowie auf Beitritt zu allen unter dem Schutze der Vereinten Nationen geschlossenen Verträgen zu unterstützen;
Deshalb vereinbart, die Beendigung des Kriegszustandes zu erklären und zu diesem Zwecke den gegenwärtigen Friedensvertrag zu schließen, und haben demgemäß die unterzeichneten Bevollmächtigten ernannt, die nach Vorlage ihrer in guter und gehöriger Form befundenen Vollmachten die folgenden Bestimmungen vereinbart haben:

PART I

TERRITORIALE KLAUSELN

SECTION I

GRENZE

Die Beschreibung der Grenzlinien zwischen dem Freien Territorium von Triest, Italien und Jugoslawien, wurde in diesem Friedensvertrag mit Landkarten des italienischem faschistischen Regimes erlaeutert. Als Folge der Rassengesetze, existierten 1947 praktisch keine Landkarten mehr in slowenischer oder kroatischer Sprache und deshalb werden alle Dörfer, Berge und Flüsse nur mit Italienischen Namen beschriebenen (siehe auch die original Landkarte des Freistaats Triest auf der Website).
Die im Friedensvertrag aufgefuehrten schriftlichen Ortsbezeichnung und Landkarten in italienischer Sprache, existierten in der Pre-faschistischen Ära in Slowenischer, Italienischer, Kroatischer und Deutscher Sprache.

Artikel 4

Die Grenze zwischen Italien und dem Freien Territorium von Triest soll wie folgt festgesetzt werden:

1. Die Linie beginnt an einem Punkt auf der Verwaltungsgrenze zwischen den Provinzen Görz und Triest annähernd 2 Kilometer nordöstlich des Dorfes San Giovanni und annähernd 0,5 Kilometer nordwestlich des Punktes 208, der einen
Vereinigungspunkt der Grenzen von Jugoslawien, Italien und dem Freien Territorium von Triest bildet, und läuft südwestwärts bis zu einem Punkt, der nahe an der Landstraße Nr. 14 und etwa 1 Kilometer nordwestlich der
Verbindung zwischen den Landstraßen Nr. 55 und 14 liegt, von denen die eine von Görz und die andere von Monfalcone nach Triest laufen;
2. Die Linie erstreckt sich dann in südlicher Richtung bis zu einem Punkte am Golf von Panzano, der gleich weit von der Punta Sdobba an der Mündung des Isonzo (Soca)-Flusses und von Castello Vecchio bei Duino ungefähr 3,3
Kilometer südlich von dem Punkte liegt, wo sie, etwa 2 Kilometer nordwestlich der Stadt Duino, die Küstenlinie verläßt

3. In Verfolgung einer Linie, die gleich weit von den Küsten Italiens und des Freien Territoriums von Triest entfernt ist, erreicht die Linie dann das offene Meer.
Die Karte, auf die sich diese Beschreibung bezieht, bildet einen Teil des Anhanges I.

In der russischen Version des Friedensvertrages mit Italien ist der folgende Brief zu beachten:
“Am 5. Oktober 1954 wurde ein Abkommen in London für die Aufteilung des Freien Territoriums von Triest zwischen Italien und Jugoslawien unterzeichnet. Der Brief vom 13. Oktober 1954 an den Präsidenten des Sicherheitsrats vom Ausschuss der Ständigen Vertreter der UdSSR und der Vereinten Nationen berichtet, dass die sowjetische Regierung zur Kenntnis nimmt, dass das Abkommen als Hilfe für die Normalisierung der Beziehungen zwischen Jugoslawien und Italien und zur Schwächung die angespannte Situation in Europa zu betrachten ist.” .
Quelle: http://lawrussia.ru/bigtexts/law_2560/index.htm

Artikel 21

1. Hierdurch wird das Freie Territorium von Triest errichtet, das aus dem Gebiet besteht, das zwischen dem Adriatischen Meer und den in den Artikeln 4 und 22 des gegenwärtigen Vertrages festgelegten Grenzen liegt. Das Freie Territorium von Triest wird von den Alliierten und Assoziierten Mächten und Italien anerkannt, die darin übereinkommen, daß seine Integrität und Unabhängigkeit vom Sicherheitsrat der Vereinten Nationen gesichert wird.
2. Die italienische Souveränität über das Gebiet, das das Freie Territorium von Triest - wie vorstehend festgelegt - bildet, ist mit dem Inkrafttreten des vorliegenden Vertrages beendet.

Der Friedensvertrag wurde am 10. Februar 1947 unterzeichnet und trat für alle 21 aufgelisteten Länder am 15. September 1947 in Kraft. Die Anhänge VI, VII und VIII oder besser gesagt das Freie Territorium von Triest
einschließlich, dem Ständigen Statut des Freien Territoriums von Triest, der Urkunde über die Provisorische Regierung des Freien Territoriums von Triest und der Urkunde über den Freihafen von Triest wurden am 10. Januar 1947 von
den Vereinten Nationen in New York gewählt und eingetragen.
Deshalb wurde das FTT und der FHT einen Monat vor der Unterzeichnung und sieben Monate vor dem inkrafttreten des Friedensvertrag, bereits als souveräne Nationen erklärt.

3. Mit der Beendigung der italienischen Souveränität ist das Freie Territorium von Triest gemäß einer Urkunde mittels einer provisorischen Regierung verwaltet, die vom Außenministerrat entworfen und vom Sicherheitsrat genehmigt ist. Diese Urkunde soll bis zu dem Zeitpunkt in Kraft bleiben, den der Sicherheitsrat für das Inkrafttreten des Ständigen Statuts festsetzt, das vorher durch ihn zu genehmigen sein wird. Das Freie Territorium soll danach durch die Bestimmungen des Ständigen Statuts verwaltet werden.
Der Text des Ständigen Statutes und der Urkunde der Vorläufigen Regierung sind in den Anhängen VI und VII enthalten.
4. Das Freie Territorium von Triest soll nicht als abgetretenes Gebiet im Sinne des Artikels 19 und des Anhangs XIV des gegenwärtigen Vertrags betrachtet werden.

Der Artikel 19 und Anhang XIV, beziehen sich auf die Gebiete die von Italien abgetreten werden und wie vor der faschistischen Besetzung wieder unter eigener Gerichtsbarkeit verwaltet werden.
Hingegen wird das Freie Territorium und der Frei Hafen von Triest als alte Kolonie oder auch als neue Staaten erklaert und zudem faellt ihre Gerichtsbarkeit direkt unter den Sicherheitsrat der Vereinten Nationen.

5. Italien und Jugoslawien verpflichten sich, dem Freien Territorium von Triest die in Anhang IX festgelegten Garantien zu geben.

Artikel 22

Die Grenze zwischen Jugoslawien und dem Freien Territorium von Triest ist wie folgt festgelegt:

1. Die Linie geht aus von einem Punkt an der Verwaltungsgrenze zwischen den Provinzen Görz und Triest, annähernd 2 Kilometer nordöstlich des Dorfes San Giovanni und annähernd 0,5 Kilometer nordwestlich des Punktes 208, der einen Vereinigungspunkt der Grenzen Jugoslawiens, Italiens und des Freien Territoriums von Triest bildet, und folgt dieser Verwaltungsgrenze bis zum Monte Lanaro (Punkt 546); von dort verläuft sie südostwärts bis zum Monte
Cocusso (Punkt 672) durch Punkt 461, Meducia (Punkt 475), Monte dei Pini (Punkt 476) und Punkt 407, indem sie die Landstraße Nr. 58 von Triest nach Sesana ungefähr 3,3 Kilometer südwestlich dieser Stadt schneidet und die Dörfer Vogliano und Orle östlich und das Dorf Zolla annähernd 0,4 Kilometer westlich liegen läßt.
2. Vom Monte Cocusso aus erreicht die Linie, weiter nach Südosten laufend und das Dorf Grozzana westlich liegen lassend, den Monte Goli (Punkt 621), schneidet dann nach einer Wendung gegen Südwesten die Straße von Triest
nach Cosina bei Punkt 455 und die Eisenbahn bei Punkt 485, läuft bei den Punkten 416 und 326 vorbei, indem sie die Dörfer Beco und Castel in jugoslawischem Gebiet läßt, schneidet die Straße von Ospo nach Gabrovizza d’Istria ungefähr 100 Meter südöstlich von Ospo; überquert dann den Fluß Risana und die Straße von Villa Decani nach Risano bei einem ungefähr 350 Meter westlich des letzteren Dorfes gelegenen Punkte, indem sie das Dorf
Rosario und die Straße von Risano nach San Sergio auf jugoslawischem Gebiet läßt; von diesem Punkte aus läuft die Linie weiter bis zu der Straßenkreuzung, die ungefähr 1 Kilometer nordöstlich des Punktes 362 liegt, indem sie die
Punkte 285 und 354 passiert.
3. Von dort läuft die Linie bis zu einem ungefähr 0,5 Kilometer östlich des Dorfes Cernova gelegenen Punkte, überquert den Fluß Dragogna etwa 1 Kilometer nördlich dieses Dorfes und läßt die Dörfer Bucciai und Truscolo westlich und das Dorf Tersecco östlich liegen; dann verläuft sie in südwestlicher Richtung bis zum Südostende der die Dörfer Cernova und Chervoi verbindenden Straße, indem sie diese Straße 0,8 Kilometer östlich des Dorfes Cucciani verläßt; dann verläuft sie in einer allgemeinen süd-südwestlichen Richtung, läuft ungefähr 0,4 Kilometer östlich des Monte Braico und etwa 0,4 Kilometer westlich des Dorfes Sterna Filaria weiter, läßt die Straße von diesem Dorfe nach Piemonte östlich liegen, verläuft westlich der Stadt Piemonte und ungefähr 0,5 Kilometer östlich
der Stadt Castagna und erreicht den Fluß Quieto bei einem Punkt annähernd 1,6 Kilometer südwestlich der Stadt Castagna.
4. Von dort folgt die Linie dem ausgebauten Hauptkanal des Quieto bis zu seiner Mündung, geht durch Porto del Quieto hindurch bis zum offenen Meer, indem sie einer Linie folgt, die gleich weit von der Küste des Freien Territoriums von Triest und Jugoslawien entfernt ist.

Die Karte, auf die sich diese Beschreibung bezieht, bildet einen Teil des Anhangs I.

Artikel 78

1. Insoweit Italien es nicht bereits getan hat, soll Italien alle legalen Rechte und Interessen der Vereinten Nationen und ihrer Staatsangehörigen in Italien
wiederherstellen, wie sie am 10. Juni 1940 bestanden, und soll alles Eigentum der Vereinten Nationen und ihrer Staatsangehörigen in Italien in dem
gegenwärtigen Zustand zurückerstatten.
2. Die italienische Regierung bürgt dafür, daß alles Eigentum, alle Rechte und Interessen, die unter diesen Artikel fallen, zurückerstattet werden, und zwar frei von allen Verpflichtungen und Lasten jeder Art, denen sie durch den Krieg unterworfen worden sein können, und ohne die Auferlegung irgendwelcher Lasten durch die italienische Regierung in Verbindung mit dieser Rückerstattung. Die italienische Regierung soll alle Maßnahmen, einschließlich Einziehung, Beschlagnahme oder Kontrolle für nichtig erklären, die sie zwischen dem 10. Juni 1940 und dem Inkrafttreten des vorliegenden Vertrages gegen Eigentum der Vereinten Nationen ergriffen hat. In Fällen, in denen das Eigentum nicht innerhalb von sechs Monaten vom Inkrafttreten des vorliegenden Vertrages an zurückerstattet worden ist, soll nicht später als zwölf Monate vom Inkrafttreten des vorliegenden Vertrages an ein Gesuch an die italienischen Behörden gerichtet werden, außer in Fällen, in denen der Ansprucherhebende nachweisen kann, daß er sein Gesuch nicht innerhalb dieses Zeitraums einreichen konnte.
3. Die italienische Regierung soll Übertragungen für ungültig erklären, die sich auf Eigentum, Rechte und Interessen jeder Art erstrecken, welche Staatsangehörigen der Vereinten Nationen gehören, wo solche Übertragungen sich aus Gewalt- oder Zwangsanwendung durch die Regierungen der Achsenmächte oder deren Organe während des Krieges ergaben.
4.
a) Die italienische Regierung soll dafür verantwortlich sein, daß das den Staatsangehörigen der Vereinten Nationen nach Absatz 1 dieses Artikels zurückerstattete Eigentum wieder auf einen vollständigen und guten Zustand gebracht wird. In Fällen, in denen das Eigentum nicht zurückerstattet werden kann, oder in denen ein Staatsangehöriger der Vereinten Nationen infolge des Krieges durch Verletzung oder Beschädigung von Eigentum in Italien einen Verlust erlitten hat, soll er von der italienischen Regierung eine Entschädigung in Lire bis zu zwei Dritteln der Summe erhalten, welche am Datum der Zahlung notwendig ist, um ähnliches Eigentum zu kaufen oder den erlittenen Verlust zu ersetzen. In keinem Fall soll ein Staatsangehöriger der Vereinten Nationen in Bezug auf die Entschädigung eine weniger günstige Behandlung erfahren, als sie italienischen Staatsangehörigen zuteil wird.
b) Staatsangehörige der Vereinten Nationen, die direkt oder indirekt Eigentumsinteressen an Körperschaften oder Gesellschaften haben, die nicht Staatsangehörige der Vereinten Nationen in der Bedeutung des Absatzes 9a) dieses Artikels sind, aber die durch Verletzung oder Beschädigung von Eigentum in Italien einen Verlust erlitten haben, sollen gemäß Unterabsatz a) oben Entschädigung erhalten. Diese Entschädigung soll auf der Grundlage des Gesamtverlustes oder -schadens berechnet werden, den die Körperschaft oder Gesellschaft erlitten hat und soll im gleichen Verhältnis zu diesem Verlust oder Schaden stehen wie die diesen Staatsangehörigen gehörenden Anteile an der Körperschaft oder Gesellschaft zu deren Gesamtkapital.
c) Die Entschädigung soll frei von irgendwelchen Erhebungen, Steuern oder anderen Lasten ausbezahlt werden. Sie soll in Italien frei benutzbar, aber den jeweils in Italien gültigen Devisen-Kontrollbestimmungen unterworfen sein.
d) Die italienische Regierung soll den Staatsangehörigen der Vereinten Nationen im gleichen Maßstab, wie in Unterabsatz a) oben vorgesehen, einen Schadensersatz in Lire gewähren, um sie für den Verlust oder Schaden zu entschädigen, die durch besondere Maßnahmen entstanden sind, denen ihr Eigentum während des Krieges unterworfen wurde, und die auf italienisches Eigentum nicht in Anwendung kamen. Dieser Unterabsatz bezieht sich nicht auf Gewinnausfall.
5. Alle normalen Ausgaben, die in Italien bei der Festsetzung von Ansprüchen, einschließlich der Einschätzung von Verlust oder Schaden, entstehen, sollen von der italienischen Regierung getragen werden.
6. Staatsangehörige der Vereinten Nationen und ihr Eigentum sollen von allen Ausnahme-Steuern, -Erhebungen oder -Abgaben befreit werden, die ihrem Kapitalvermögen in Italien von der italienischen Regierung oder irgendeiner italienischen Behörde zwischen dem 3. September 1943 und dem Inkrafttreten des vorliegenden Vertrages für den besonderen Zweck der Deckung der durch den Krieg entstandenen Lasten oder der Kosten für die Besatzungstruppen oder für Reparationen, die irgendwelchen der Vereinten Nationen zu zahlen sind, auferlegt worden waren. Alle Summen, die so bezahlt worden sind, sollen zurückgezahlt werden.
7. Ungeachtet der Gebietsübertragungen, die im vorliegenden Vertrag vorgesehen sind, soll Italien weiter für Verluste oder Schäden verantwortlich sein, die das den Staatsangehörigen der Vereinten Nationen gehörige Vermögen in den abgetretenen Gebieten oder im Freien Territorium von Triest während des Krieges erlitten at. Die in den Absätzen 3, 4, 5 und 6 dieses Artikels enthaltenen Verpflichtungen sollen auch bezüglich des Eigentums von Staatsangehörigen der Vereinten Nationen in abgetretenen Gebieten und im Freien Territorium von Triest auf der italienischen Regierung lasten, außer wenn dies zu den Bestimmungen des Absatzes 14 des Anhangs X und des Absatzes 14 des Anhangs XIV des gegenwärtigen Vertrages in Widerspruch stehen würde.
8. Der Eigentümer des betreffenden Vermögens und die italienische Regierung können an Stelle der Bestimmungen dieses Artikels andere Abmachungen treffen.
9. Begriffsbestimmungen für diesen Artikel:
a) “Staatsangehörige der Vereinten Nationen” bedeutet Einzelpersonen, die Staatsangehörige irgendeiner der Vereinten Nationen sind, oder Körperschaften oder Gesellschaften, die nach dem Recht irgendeiner der Vereinten Nationen organisiert sind, und zwar beim Inkrafttreten des vorliegenden Vertrages, vorausgesetzt, daß die besagten Einzelpersonen, Körperschaften oder Gesellschaften diesen Status auch am 3. September 1943, dem Datum des Waffenstillstandes mit Italien, hatten.
Der Begriff “Staatsangehörige der Vereinten Nationen” umfaßt auch alle Einzelpersonen, Körperschaften oder Gesellschaften, die nach den während des Krieges in Italien geltenden Gesetzen als Feind behandelt wurden;

Der Begriff “Staatsangehöriger der Vereinten Nationen” oder “United Nation nationals” bezieht sich auf alle Bürger, die in alliierten und assoziierten Ländern waehrend oder unmittelbar nach dem Zweiten Weltkrieg lebten. Es werden ebenfalls als “Staatsangehörige der Vereinten Nationen” auch alle Menschen, die in den Gebieten ansässig waren die von Italien besetzt waren und abgetreten wurden, und Menschen, Unternehmen oder Verbände die im FTT ansässig waren zumal dieses Land mit der 16° Resolution des Sicherheitsrates vom 10. Januar 1947, ein selbstaendiger und suveraener Staat wurde, der selbstverstaendlich in die Vereinten Nationen einbezogen ist

b) “Eigentümer” bedeutet den Staatsangehörigen der Vereinten Nationen, wie er in Unterabsatz a) oben definiert worden ist, der einen Rechtsanspruch auf das in
Frage kommende Eigentum hat, und bezieht sich auch auf den Nachfolger des Eigentümers, vorausgesetzt, daß der Nachfolger auch ein Staatsangehöriger der Vereinten Nationen im Sinne des Unterabsatzes a) oben ist. Wenn der Nachfolger das Eigentum in seinem beschädigten Zustand gekauft hat, soll der Verkäufer seine Rechte auf Entschädigung nach diesem Artikel behalten, unbeschadet der Verpflichtungen zwischen dem Übergeber und dem Käufer nach dem Recht seines Heimatlandes;
c) “Eigentum” bedeutet alles bewegliche und unbewegliche Eigentum, körperliches sowie unkörperliches, einschließlich gewerblichen, literarischen und künstlerischen Eigentums, sowie alle Rechte oder Interessen jeglicher Art an Eigentum. Unbeschadet der Allgemeinheit der vorstehenden Bestimmungen schließt das Eigentum der Vereinten Nationen und ihrer Staatsangehörigen alle See- und Fluß-Schiffe zugleich mit deren Zubehör und Ausrüstung ein, die entweder Vereinten Nationen oder deren Staatsangehörigen gehörten oder im Staatsgebiet einer der Vereinten Nationen registriert waren, oder unter der Flagge einer der Vereinten Nationen segelten und die nach dem 10. Juli 1940, während sie sich in italienischen Gewässern befanden, oder nachdem sie zwangsweise in italienische Gewässer gebracht worden waren, entweder als
feindliches Eigentum unter die Kontrolle der italienischen Behörden gestellt wurden, oder die infolge von Kontrollmaßnahmen, die durch die italienischen Behörden in Verbindung mit dem Bestehen des Kriegszustandes zwischen Mitgliedern der Vereinten Nationen und Deutschland ergriffen worden waren, nicht mehr zur freien Verfügung der Vereinten Nationen oder ihrer Staatsangehörigen in Italien standen.

Artikel 88

1. Jedes Mitglied der Vereinten Nationen, das nicht Signatar des vorliegenden Vertrages ist und sich mit Italien im Kriegszustand befindet, und Albanien können dem Vertrag beitreten und sollen auf ihren Beitritt hin für die Zwecke des Vertrages als eine Assoziierte Macht betrachtet werden.

Das Freie Territorium und der Frei Hafen zählen als Territorium der Vereinten Nationen d.h. gerechtliches Mitglied und assoziierte Macht, wie gewaehlt mit der 16zehnten Resolution vom 10. Januar 1947 (einen Monat vor der Unterzeichnung des Friedensvertrags), dies auf Grund der Annexion des Kaiser-Koeniglichen Kronlands Triest, an das Königreich Italien inklusiv dem faschistischen Italien (1920) und Nazi-Deutschland (1943). Praktisch gesehen haben die Vereinten Nationen nur wieder die legale politische Situation hergestellt die im Kronland Triest bis 1918 galt.

2. Beitrittsurkunden sollen bei der Regierung der Französischen Republik niedergelegt werden und bei der Niederlegung in Kraft treten.

Artikel 89
Die Bestimmungen des gegenwärtigen Vertrages sollen keinem Staat, der in der Präambel als eine der Alliierten und Assoziierten Mächte genannt ist, oder seinen Staatsangehörigen irgendwelche Rechte oder Vorurteile verleihen, bevor ein solcher Staat durch die Niederlegung seiner Ratifikationsurkunde Vertragspartei wird.

Artikel 90

Der vorliegende Vertrag, dessen französischer, englischer und russischer Text authentisch sind, soll von den Alliierten und Assoziierten Mächten ratifiziert werden. Es soll auch von Italien ratifiziert werden. Er soll unmittelbar nach der Ratifizierung durch die Union der Sozialistischen Sowjetrepubliken, das Vereinigte Königreich von Großbritannien und Nordirland, die Vereinigten Staaten von Amerika und durch Frankreich in Kraft treten. Die Ratifikationsurkunden sollen in der kürzest möglichen Zeit bei der Regierung der Französischen Republik niedergelegt werden. Für jede Alliierte oder Assoziierte Macht, deren Ratifikationsurkunde hiernach niedergelegt wird, soll der Vertrag an dem Datum der Niederlegung in Kraft treten. Der vorliegende Vertrag soll in den Archiven der Regierung der Französischen Republik niedergelegt werden, die jedem der Signatarmächte beglaubigte Abschriften aushändigen wird. Im Vertrauen hierauf haben die unterzeichneten Bevollmächtigten den gegenwärtigen Vertrag unterzeichnet und ihre Siegel darauf gesetzt. Gegeben in der Stadt Paris in französischer, englischer, russischer und italienischer Sprache, am zehnten Februar, Eintausend Neunhundert und Siebenundvierzig.